Theater im Rathaus
 45127 Essen

 
     
 Gerhard Friedrich
 

Das Motto zu seiner über 50-jährigen Schauspielerkarriere lieferte ihm ein Kritiker von "Theater heute“, seine Leistung als Macbeth beurteilend: "Das habe ich auf dem Theater so noch nicht gesehen - eine ganz im Dienst des Textes stehende Ausdrucksintensität.“ (Henning Rischbieter).Ob als Carlos, als Prinz von Homburg oder als Hamlet, ob als König im "Hamlet“, als Präsident in "Kabale und Liebe“ oder als Geßler im "Wilhelm Tell“ - genauso möchte Gerhard Friedrich seine Theaterarbeit bewertet wissen.

Der gebürtige Freiburger (Breisgau) absolvierte seine Schauspiel-ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule München bei Peter Lühr und Charles Regnier.

Erste Engagements an den Münchner Kammerspielen unter Fritz Kortner in "Minna von Barnhelm“ und "Herodes und Mariamne“ sowie bei Bertolt Brecht in "Mutter Courage“. Dieser empfahl ihn für das Ensemble des Deutschen Theaters Berlin (1956-1961). Die neue, dialektische Sicht auf die Klassiker in den Inszenierungen von Wolfgang Langhoff, Wolfgang Heinz und Karl Paryla eröffneten ihm eine neue Welt.

Nach dem Bau der Mauer ging er nach Hamburg und war an den Kammerspielen Ida Ehres, am Schauspielhaus unter Oscar Fritz Schuh sowie am Thalia Theater unter Boy Gobert engagiert. Besonders wichtig war ihm die Zusammenarbeit mit den Regisseuren Rudolf Noelte, Jürgen Flimm und Hans Hollmann. An den Kammerspielen und am Thalia inszenierte er auch selbst, bevorzugt amerikanische und französische Komödien.

1980 kehrte er zurück nach Berlin ans Schiller-Theater, in den 90er Jahren spielte er am Renaissance-Theater und am Theater am Kurfürstendamm.

Ebenfalls sehr wichtig ist Gerhard Friedrich die Mitwirkung an musikalisch-literarischen Matineen mit Sängern der Hamburger Staatsoper sowie an Produktionen mit den Berliner Philharmonikern unter Kurt Masur ("Peer Gynt“) und Herbert von Karajan ("Tosca“).