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Das Motto zu seiner über 50-jährigen
Schauspielerkarriere lieferte ihm ein Kritiker von
"Theater heute“, seine Leistung als Macbeth
beurteilend: "Das habe ich auf dem Theater so noch
nicht gesehen - eine ganz im Dienst des Textes
stehende Ausdrucksintensität.“ (Henning
Rischbieter).Ob als Carlos, als Prinz von Homburg
oder als Hamlet, ob als König im "Hamlet“, als
Präsident in "Kabale und Liebe“ oder als Geßler im
"Wilhelm Tell“ - genauso möchte Gerhard Friedrich
seine Theaterarbeit bewertet wissen.
Der gebürtige Freiburger (Breisgau) absolvierte
seine Schauspiel-ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule
München bei Peter Lühr und Charles Regnier.
Erste Engagements an den Münchner Kammerspielen
unter Fritz Kortner in "Minna von Barnhelm“ und
"Herodes und Mariamne“ sowie bei Bertolt Brecht in
"Mutter Courage“. Dieser empfahl ihn für das
Ensemble des Deutschen Theaters Berlin (1956-1961).
Die neue, dialektische Sicht auf die Klassiker in
den Inszenierungen von Wolfgang Langhoff, Wolfgang
Heinz und Karl Paryla eröffneten ihm eine neue Welt.
Nach dem Bau der Mauer ging er nach Hamburg und war
an den Kammerspielen Ida Ehres, am Schauspielhaus
unter Oscar Fritz Schuh sowie am Thalia Theater
unter Boy Gobert engagiert. Besonders wichtig war
ihm die Zusammenarbeit mit den Regisseuren Rudolf
Noelte, Jürgen Flimm und Hans Hollmann. An den
Kammerspielen und am Thalia inszenierte er auch
selbst, bevorzugt amerikanische und französische
Komödien.
1980 kehrte er zurück nach Berlin ans
Schiller-Theater, in den 90er Jahren spielte er am
Renaissance-Theater und am Theater am
Kurfürstendamm.
Ebenfalls sehr wichtig ist Gerhard Friedrich die
Mitwirkung an musikalisch-literarischen Matineen mit
Sängern der Hamburger Staatsoper sowie an
Produktionen mit den Berliner Philharmonikern unter
Kurt Masur ("Peer Gynt“) und Herbert von Karajan
("Tosca“). |