Gert Haucke gab sein Bühnendebüt 1947 unter Boleslaw Barlog am Schillertheater in Berlin, wo er bis 1951 beschäftigt blieb. Weitere Bühnenstationen waren Hamburg, Buenos Aires und Lübeck.
Daneben arbeitete Haucke als Nachrichtensprecher beim RIAS Berlin und lieh seine Stimme zahlreichen Hörspielproduktionen. Besonders populär wurde er dabei als Vater in der Hörfunkreihe Papa, Charly hat gesagt... aus der Feder seiner Schwester, der Schriftstellerin Ursula Haucke. Für diese Rolle wurde er mit dem Goldenen Mikrophon ausgezeichnet.
1962 gab er in Fritz Genschows Märchenfilm Rumpelstilzchen sein Leinwanddebüt. Es folgten über hundert Auftritte in Film und Fernsehen, wobei der facettenreiche Darsteller Haucke oft aufgrund seiner großen und mächtigen Erscheinung und seiner rauen, tiefen Stimme auf ungeschlachte und negative Charaktere besetzt wurde. Er spielte in Filmkomödien neben Dieter Hallervorden (Didi auf vollen Touren), Thomas Gottschalk (Die Supernasen), Heinz Rühmann (Hokuspokus), in Fernsehsatiren wie Halali oder der Schuss ins Brötchen, in Fernsehspielen wie Heinrich Breloers Kollege Otto, in Kinofilmen wie Die Verrohung des Franz Blum (neben Jürgen Prochnow), Der Stoff, aus dem die Träume sind (nach Johannes Mario Simmel), in Krimis aus der Tatort und dem Jerry Cotton-Thriller Der Tod im roten Jaguar und preisgekrönten Fernsehproduktionen über die Zeit des Nationalsozialismus wie Tadellöser und Wolff (nach Walter Kempowski), Die Geschwister Oppermann (nach Lion Feuchtwanger) und Ralph Giordanos Die Bertinis. Daneben übernahm er zahlreiche Gastauftritte sowie wiederkehrende Rollen in Fernsehserien wie Freunde fürs Leben, Ein Bayer auf Rügen und Der Landarzt.
Daneben engagiert sich der Tierschützer Haucke umfangreich für Rechte von Hundehaltern und verfasste zahlreiche Artikel, Kurzgeschichten, Jugendromane und Erzählungen um und über Haustiere und ist Mitverfasser des 1993 erschienenen Sachbuchs Die Sache mit dem Hund. 100 Rassen kritisch unters Fell geschaut und viele Tips, wie man sich den Hund zum Freund macht.
Quelle:Wikipedia
