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* 22.10.1944 in
Hamburg
Sie ist die Perfektionistin, die ihre Figuren zuerst
genau analysiert, um dann in ihnen aufzugehen. Das
Kind Doris wuchs bei ihren Großeltern auf, bis sie
im Alter von zehn Jahren in ein Internat kam. Schon
früh hatte sie ein Faible fürs Schauspielern,
entschließt sich, den Schritt auf die Bretter, die
die Welt bedeuten, zu wagen.
Joseph Offenbach erkennt ihr Talent und so besucht
Doris Kunstmann bald das Schauspielstudio Frese in
Hamburg. 1962 erscheint sie erstmals auf der Bühne
des Hamburger "Jungen Theaters", bald wird sie auch
für den Film entdeckt, 1963 entsteht "Sie fanden
ihren Weg".
Ein frühes Highlight ihrer Filmkarriere ist Ugo
Liberatores "Das Geschlecht der Engel" (1967). In
den 70er Jahren gelingt Doris Kunstmann der
Durchbruch zum Star, nachdem sie bereits 1969 ihre
erste TV-Rolle erhalten hatte. Bald kennt man sie
aus zahlreichen Mario-Simmel-Verfilmungen ("Und
Jimmy ging zum Regenbogen", "Alle Menschen werden
Brüder") und aus dem Kinofilm "Adolf Hitler – die
letzten 10 Tage", in dem sie Hitlers Geliebte Eva
Braun verkörperte.
1975 erhält Doris Kunstmann die Goldene Kamera, ein
Jahr später heiratet sie den Kaufmann Michael
Fuhrmann, der mit seiner Ehefrau einen
Marlene-Dietrich-Film realisieren möchte. Das
Projekt wird zum Desaster, Fuhrmann geht in Konkurs
und muss ins Gefängnis, hinterläßt Doris Kunstmann
Millionenschulden.
Doch Doris Kunstmann fasst bald neuen Mut,
verschreibt sich ganz ihrer Arbeit, spielt in der
Krimireihe "Die Brüder" (1977), in dem "Tatort
-Schussfahrt" (1980), in den Serien "Der
Gerichtsvollzieher" (1981), in den TV-Filmen "Die
zweite Frau" (1983) und "Der kleine Riese" (1985).
1991 hat sie Erfolg in Doris Dörries Kriminalfilm
"Happy Birthday, Türke!", mit Günter Strack sieht
man sie in dem TV-Film "Der Betrogene" (1992).
In den nächsten Jahren ist Doris Kunstmann
regelmäßig im TV zu sehen: Sie verkörpert eine
engagierte Mutter in Sherry Hormanns Komödie "Frauen
sind was Wunderbares" (1993), tritt in zwei "Männer
vom K3"-Episoden auf und wird für zahlreiche "Tatort"-Folgen
besetzt. In Peter Wecks Liebesdrama "Ich begehre
dich" (1994) sieht man sie mit Christiane Hörbiger,
Sigi Rothemunds "Tod im Paradies" (1996) zeigt sie
als Witwe. In Michael Hanekes Psychothriller "Funny
Games" (1997) steht sie neben Ulrich Mühe vor der
Kamera, und in dem Kriminalfilm "Napoleon Fritz" ist
Klaus Löwitsch ihr Partner, mit dem sie bereits in
der Serie "Peter Strohm" zusammengearbeitet hatte.
Mit Ulrich Nöthen sieht man Doris Kunstmann in dem
Kriminalfilm "Mein ist die Rache" (1997), während
"Der Todesbus" (1997) ein Psychothriller mit Hannes
Jänicke ist. Anschließend sieht man sie drei Jahre
in dem Theaterstück "Meisterklasse", in dem sie die
berühmte Diva Maria Callas darstellt und das in ganz
Deutschland gefeiert wird.
1999/2000 folgen weitere TV-Filme wie "Meine beste
Feindin", die gelungene Fantasykomödie "Liebe auf
den ersten Blitz", die Beziehungskomödie "Schlaf mit
meinem Mann", sowie die Komödie "Engel sucht Flügel"
(2001).
Darüber hinaus war Doris Kunstmann immer wieder in
erfolgreichen TV-Serien zu sehen, darunter
"Sonderdezernat K1", "Dr. Sommerfeld - Neues vom
Bülowbogen", "Ein Fall für zwei", "Clara", "Der
König", "Rosa Roth", "Hotel Elfie", "Liebling
Kreuzberg", "Dr. Stefan Frank - Der Arzt, dem die
Frauen vertrauen", "Adelheid und ihre Mörder",
"Schlosshotel Orth", sowie "Freunde fürs Leben".
In der SAT 1-Serie "Typisch Sophie!" ist sie die
stets präsente und aktive Mutter Gudrun Andersen der
Serienhauptdarstellerin Sophie (Sophie Schütt).
Quelle:
http://guenter-peters.de
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