Theater im Rathaus
 45127 Essen

 
     
 Wolfgang Spier
 
 

... wurde 1920 in Frankfurt am Main geboren. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde er nach dem Abitur nicht zum Medizinstudium zugelassen. Also begann er eine Lehre beim Berliner Bankhaus Otto Scheurmann, wo er bis 1945 arbeitete. Aber die Liebe zum Theater war stärker. Er nahm Schauspiel-unterricht und verließ Berlin im Herbst 1946 gemeinsam mit Karl-Heinz Stroux, der ihn als Schauspieler und Regisseur ans Wiesbadener Staatstheater engagierte.
 
Vier Jahre später kehrte Wolfgang Spier nach Berlin zurück. Zusammen mit Eberhard Fechner, Ottokar Runze, Maria Sebaldt, Horst Buchholz, Martin Benrath u.a. gründete er den Theaterclub im British Center, dessen künstlerischer Leiter er bis 1955 war. Wieder arbeitete er zwei Jahre bei Karl-Heinz Stroux, diesmal aber in Düsseldorf.
 
Seit 1957 spielt und inszeniert Wolfgang Spier an vielen deutschen Bühnen unter anderem in Berlin, Frankfurt, München, Hamburg, Köln, Essen und Stuttgart. Etliche seiner Theaterinszenierungen wurden für das Fernsehen aufgezeichnet.
 
Schon lange gilt Wolfgang Spier als „König des Boulevards“. Das Essener Publikum begeisterte er bisher u.a. in den Komödien „Eine gute Partie“, „Wer hat Tante Myrtle gesehen“ und „Vermischte Gefühle“ und ist 2007 in der Komödie „Sugar Daddys“ zu erleben. 

Besucher der Kudamm-Bühnen kennen ihn aus vielen vergnüglichen Stücken. In letzter Zeit zum Beispiel aus „Trauben und Rosinen“, „Sonny Boys“, „Faust ohne Gretchen“ (zu seinem 75. Geburtstag und 50. Bühnenjubiläum), „Vermischte Gefühle“, „Witwenclub“, „Der keusche Lebemann“ und zuletzt „Eine gute Partie“. Bei „Wer hat Tante Myrtle gesehen?“ und bei „Hände weg von meiner Frau“ agierte Wolfgang Spier in dreifacher Funktion: als Übersetzer, Regisseur und Darsteller. Seine letzte Inszenierung für die Komödie war „Heirat wider Willen“ mit Herbert Herrmann und Nora von Collande. Im letzten Jahr erschien seine Autobiografie unter dem Titel „Dabei fällt mir ein ...“