11.01 bis 05.02.2010
Martin Lindow endlich wieder im Theater im Rathaus
   
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Fettes Schwein
von Neil LaBute
Deutsch von Frank Heibert
Regie: Volker Hesse
Ausstattung: Patricia Walczak
Musikmitarbeit: Thomas Lutz
Lichtkonzeption: Rolf Spahn

Mit Martin Lindow, Katrin Filzen, Ragna Guderian und
Benjamin Kernen
Katrin Filzen und Martin Lindow
Katrin Filzen und Martin Lindow
Pressestimmen
Tom wird herausragend interpretiert von Martin Lindow. Ems-Zeitung

Katrin Filzen glänzte als Helen, die sie mit unsäglicher Zartheit und Feinfühligkeit gestaltete.

Das Publikum war vom grandiosen Spiel der vier Darsteller in den Bann geschlagen und ging begeistert mit. Szenenapplaus und Lachen erstarben am Ende in einem gespannten und betroffenen Schweigen. Der Schlussbeifall war überaus herzlich und lang mit Begeisterungsrufen und –pfiffen untermischt. Theater als Spiegel des Lebens von uns allen. Die Harke

Katrin Filzen und Martin Lindow überzeugen als ungleiches Liebespaar.

In einer Welt, die ganz auf den schönen Schein setzt, ist die wuchtige Helen die einzige, die völlig natürlich wirkt. Katrin Filzen füllt ihre Rolle mit wunderbarer Selbstverständlichkeit aus. Die Sinnlichkeit, mit der sie unbekümmert über die Bühne wogt, steht in krassem Kontrast zu ihrer zickigen Nebenbuhlerin Jeannie (Ragna Guderian). Eine weit überdurch-schnittliche Inszenierung.Lippstadt, Der Patriot
Theater im Rathaus
Schauspiel
 
Was macht man, wenn man die Liebe seines Lebens findet, und sie viel mehr ist, als man sich je erträumt hat - so circa 50 Pfund mehr? Helen ist beinahe Toms Traumfrau: intelligent, sensibel, schlagfertig, charmant - aber pummelig, um es freundlich auszudrücken. Kleidergröße XXXL - mindestens. Obgleich sehr verliebt, stellt er sie seinen Kollegen daher lieber nicht vor.

Mit gutem Grund, denn kaum kriegt sein Freund Carter ein Bild von Helen zu Gesicht, schickt er es per Rundmail an die ganze Firma. Für Toms dünne Exfreundin Jeannie ist es unfassbar, dass Tom in dieses „fette Schwein“ verliebt ist. Doch nicht Helens Gewicht ist das Problem - die fröhliche Energiekugel, die mit ihrer Lebensfreude sofort zum Publikumsliebling wird, hebt sich wohltuend gegen alle Bohnenstangen ab. Sie ist mit ihrer Körperfülle längst im Reinen. Tom hingegen lässt sich vom grausamen Gespött seiner Kollegen und dem Druck von außen verunsichern.
 
Im Zeitalter des fast schon hysterischen Diätwahns und des Waschbrettbauchs wird Tom mit der schwierigsten Entscheidung seines Lebens konfrontiert. Soll er bei der „Richtigen“ bleiben, oder aus Rücksicht auf den eigenen Marktwert dem Konformitätszwang nachgeben.

In New York war "Fettes Schwein" „die aufregendste New Yorker Premiere der Saison“.
Daniel Schreiber, Theater der Zeit, Heft 2, 2005