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Tom wird herausragend
interpretiert von Martin
Lindow.
Ems-Zeitung |
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Katrin Filzen glänzte als
Helen, die sie mit
unsäglicher Zartheit und
Feinfühligkeit gestaltete.
Das Publikum war vom
grandiosen Spiel der vier
Darsteller in den Bann
geschlagen und ging
begeistert mit.
Szenenapplaus und Lachen
erstarben am Ende in einem
gespannten und betroffenen
Schweigen. Der
Schlussbeifall war überaus
herzlich und lang mit
Begeisterungsrufen und
–pfiffen untermischt.
Theater als Spiegel des
Lebens von uns allen.
Die Harke
Katrin Filzen und
Martin Lindow
überzeugen als
ungleiches
Liebespaar.
In einer Welt, die
ganz auf den schönen
Schein setzt, ist
die wuchtige Helen
die einzige, die
völlig natürlich
wirkt. Katrin Filzen
füllt ihre Rolle mit
wunderbarer
Selbstverständlichkeit
aus. Die
Sinnlichkeit, mit
der sie unbekümmert
über die Bühne wogt,
steht in krassem
Kontrast zu ihrer
zickigen
Nebenbuhlerin
Jeannie (Ragna
Guderian). Eine weit
überdurch-schnittliche
Inszenierung.Lippstadt,
Der Patriot |
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Theater im Rathaus |
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Was macht man, wenn man die Liebe
seines Lebens findet, und sie viel
mehr ist, als man sich je erträumt
hat - so circa 50 Pfund mehr? Helen
ist beinahe Toms Traumfrau:
intelligent, sensibel, schlagfertig,
charmant - aber pummelig, um es
freundlich auszudrücken.
Kleidergröße XXXL - mindestens.
Obgleich sehr verliebt, stellt er
sie seinen Kollegen daher lieber
nicht vor.
Mit gutem Grund, denn kaum kriegt
sein Freund Carter ein Bild von
Helen zu Gesicht, schickt er es per
Rundmail an die ganze Firma. Für
Toms dünne Exfreundin Jeannie ist es
unfassbar, dass Tom in dieses „fette
Schwein“ verliebt ist. Doch nicht
Helens Gewicht ist das Problem - die
fröhliche Energiekugel, die mit
ihrer Lebensfreude sofort zum
Publikumsliebling wird, hebt sich
wohltuend gegen alle Bohnenstangen
ab. Sie ist mit ihrer Körperfülle
längst im Reinen. Tom hingegen lässt
sich vom grausamen Gespött seiner
Kollegen und dem Druck von außen
verunsichern.
Im Zeitalter des fast schon
hysterischen Diätwahns und des
Waschbrettbauchs wird Tom mit der
schwierigsten Entscheidung seines
Lebens konfrontiert. Soll er bei der
„Richtigen“ bleiben, oder aus
Rücksicht auf den eigenen Marktwert
dem Konformitätszwang nachgeben.
In New York war "Fettes Schwein"
„die aufregendste New Yorker
Premiere der Saison“.
Daniel Schreiber, Theater der Zeit,
Heft 2, 2005 |
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