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Der ursprünglich für
die Rolle des Miki
Koll angekündigte
Schauspieler
Matthias Freihof
musste leider
krankheitsbedingt
absagen.
Wir
freuen uns aber,
dass der bekannte
Schauspieler Gregory
B. Waldis gewonnen
werden konnte.
Waldis ist vor
allem durch seine
zahlreichen
Fernsehrollen in
"Tierärztin Dr.
Mertens",
"Rosenheim-Cops"
oder "SOKO 5113"
einem breiteren
Publikum bekannt. |
Klug hat Sobol da
ein dichtes,
vielstimmiges Netz
aus Dialogen gewebt,
die in perfektem
Timing allein durch
die Figur des Miki
Koll auf die Bühne
gelangen. Detail um
Detail wird dem
Zuschauer enthüllt,
bis die ganze
haarsträubende,
freilich nichts in
der Wirklichkeit
Unbe-kanntes
erzählende
Geschichte
aufgeblättert ist."
Nürnberger
Nachrichten, 10. Okt
2011
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"Gregory B. Waldis
lenkt (...) seine
Figur am Rande des
Nerven-zusammenbruchs
vorbei - und
brilliert damit."
Abendzeitung, 8. Okt
2011
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Schauspiel |
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von Joshua
Sobol |
Der Anwalt Miki Koll hat nicht nur
einen Prozess verloren, sondern
aufgrund seiner wenig zimperlichen
Methoden und der Beleidigung des
Richters eine einjährige
Gefängnisstrafe aufgebrummt
bekommen.
Es ging um einen
Korruptionsskandal mit fatalen
Folgen. Sein Mandant, ein
Wissenschaftler, hatte die
lebensbedrohenden Nebenwirkungen
eines Medikaments öffentlich gemacht
– wurde aber von dem beschuldigten
Pharmakonzern ruiniert und in den
Selbstmord getrieben.
In den
letzten Minuten vor seinem
Haftantritt erreicht den Anwalt ein
Anruf: Neue sensationelle Beweise
sind aufgetaucht und die
Wiederaufnahme des Verfahrens
scheint möglich.
Jetzt
erfährt Koll, dass das Medikament
vom Markt genommen wird und der
Prozess eine Farce war. Der
Prozessausgang war durch illegale
Absprachen des beteiligten
Chemiegiganten und des Richters,
einem Großaktionär des Konzerns,
manipuliert. Unter Hochdruck
versucht er in der knappen Zeit,
bevor sich die Gefängnistore für ein
Jahr hinter ihm schließen, die
Wiederaufnahme des Prozesses mit der
Witwe des Wissenschaftlers als
Anklägerin in die Wege zu leiten.
Mit großer Virtuosität variiert
der Autor Joshua Sobol den
klassischen Monolog geschickt und
hochspannend. Praktisch aus dem
Stand zieht er durch atmosphärische
Details in den Sog seines Stückes
hinein. Trotz der Atemlosigkeit und
der Intensität, mit der diese
Dokufiktion abläuft, schafft Sobol
es, dass Kolls Telefonpartner
geradezu bestürzend plastische
Konturen erhalten.
Durch die
stückchenweisen Enthüllungen kann
das Publikum in dem Stück bis zur
letzten Minute mitfiebern, ob Koll
es schafft, seiner Strafe zu
entgehen. Ohne es zu verraten:
Minutiös getimt wie ein
Katastrophenfilm laufen die
Telefongespräche unaufhaltsam auf
den großen Knall zu. |
Euro-Studio
Landgraf in Zusammenarbeit mit
dem Stadttheater Fürth |
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