27.03. - 01.04.2012
Deutsche
Erstaufführung
     
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Kolls letzter Anruf
Regie: Joshua Sobol
Bühne: Edna Sobol
Mit Gregory B. Waldis
Gregory B. Waldis Joshua Sobol
Gregory B. Waldis Joshua Sobol
 
 
Gregory B. Waldis
Der ursprünglich für die Rolle des Miki Koll angekündigte Schauspieler Matthias Freihof musste leider krankheitsbedingt absagen.

Wir freuen uns aber, dass der bekannte Schauspieler Gregory B. Waldis gewonnen werden konnte.

Waldis ist vor allem durch seine zahlreichen Fernsehrollen in "Tierärztin Dr. Mertens", "Rosenheim-Cops" oder "SOKO 5113" einem breiteren Publikum bekannt.
Pressestimmen
Klug hat Sobol da ein dichtes, vielstimmiges Netz aus Dialogen gewebt, die in perfektem Timing allein durch die Figur des Miki Koll auf die Bühne gelangen. Detail um Detail wird dem Zuschauer enthüllt, bis die ganze haarsträubende, freilich nichts in der Wirklichkeit Unbe-kanntes erzählende Geschichte aufgeblättert ist."
Nürnberger Nachrichten, 10. Okt 2011
"Gregory B. Waldis lenkt (...) seine Figur am Rande des Nerven-zusammenbruchs vorbei - und brilliert damit."
Abendzeitung, 8. Okt 2011
 
 
 
Schauspiel
von Joshua Sobol
Der Anwalt Miki Koll hat nicht nur einen Prozess verloren, sondern aufgrund seiner wenig zimperlichen Methoden und der Beleidigung des Richters eine einjährige Gefängnisstrafe aufgebrummt bekommen.

Es ging um einen Korruptionsskandal mit fatalen Folgen. Sein Mandant, ein Wissenschaftler, hatte die lebensbedrohenden Nebenwirkungen eines Medikaments öffentlich gemacht – wurde aber von dem beschuldigten Pharmakonzern ruiniert und in den Selbstmord getrieben.

In den letzten Minuten vor seinem Haftantritt erreicht den Anwalt ein Anruf: Neue sensationelle Beweise sind auf­getaucht und die Wiederaufnahme des Verfahrens scheint möglich.

Jetzt erfährt Koll, dass das Medikament vom Markt genommen wird und der Prozess eine Farce war. Der Prozessausgang war durch illegale Absprachen des beteiligten Chemiegiganten und des Richters, einem Großaktionär des Konzerns, manipuliert. Unter Hochdruck versucht er in der knappen Zeit, bevor sich die Gefängnistore für ein Jahr hinter ihm schließen, die Wiederaufnahme des Prozesses mit der Witwe des Wissenschaftlers als Anklägerin in die Wege zu leiten.

Mit großer Virtuosität variiert der Autor Joshua Sobol den klassischen Monolog geschickt und hochspannend. Praktisch aus dem Stand zieht er durch atmosphärische Details in den Sog seines Stückes hinein. Trotz der Atemlosigkeit und der Intensität, mit der diese Dokufiktion abläuft, schafft Sobol es, dass Kolls Telefonpartner geradezu bestürzend plastische Konturen erhalten.

Durch die stückchenweisen Enthüllungen kann das Publikum in dem Stück bis zur letzten Minute mitfiebern, ob Koll es schafft, seiner Strafe zu entgehen. Ohne es zu verraten: Minutiös getimt wie ein Katastrophenfilm laufen die Telefongespräche unaufhaltsam auf den großen Knall zu.
Euro-Studio Landgraf
in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Fürth